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ABGESAGT! BrainFair Zürich 2020 – Diskussionsforum: Gehirnerschütterung im Sport

19.03.2020   -   Zürich

Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus findet die BrainFair 2020 nicht statt!

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http://www.brainfair.uzh.ch/de.html

 

Diskussionsforum: «Gehirnerschütterung im Sport»

Universitätsspital Zürich (USZ), Frauenklinikstrasse 10, Grosser Hörsaal NORD 1

Donnerstag, 19. März, 18.30 – 20.30 Uhr

 

«Diagnostik und die Behandlung von Gehirnerschütterungen im Sport»

Dr. med. Nina Feddermann, Fachärztin für Neurologie FMH, Swiss Concussion Center, Schulthess Stiftung Universität Zürich und Klinik für Neurologie, Universitätsspital Zürich

Die Diagnostik und die Behandlung von Gehirnerschütterungen im Sport haben sich in den letzten Jahren substantiell verändert, von „Ruhe bis Symptom-Regredienz” zu einer kontrollierten Steigerung der körperlichen und kognitiven Aktivität nach einer initialen Ruhephase (24–48 Stunden). Häufige Beschwerden nach einer Gehirnerschütterung im Sport sind Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und dysautonome Störungen. Die Ursachen aller relevanten post-traumatischen Beschwerden sollten erkannt werden im Hinblick auf spezifische therapeutische Strategien und in Kenntnis des signifikanten Risikos einer Persistenz von unzureichend behandelten oder gar unbehandelten Beschwerden. Die adäquate Diagnose bildet die Grundlage für gezielte, aufeinander abgestimmte Therapien und für die stufenweise und kontrollierte Wiederaufnahme von Sport, Schule und Arbeit.

 

«Psychische und soziale Belastungen nach Kopfverletzungen»

Dr. med. Malte Claussen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie; Leiter Sportpsychiatrie und -psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und in der Privatklinik Wyss AG; Präsident Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie

Die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung von Kopfverletzungen setzt im Allgemeinen einen qualifizierten Umgang mit den körperlichen, psychischen und sozialen Aspekten – im bio-psycho-sozialen Modell und Verständnis psychischer Erkrankungen – voraus. Zudem müssen die spezifischen Besonderheiten des Leistungssports, insbesondere die psychischen und sozialen Belastungen nach Kopfverletzungen, in der Behandlung Berücksichtigung finden. Diese allgemeinen und sportspezifischen Aspekte aus der Perspektive des Psychiaters und Psychotherapeuten sollen im Referat genauso aufgenommen werden, wie die (schwierige) diagnostische Klassifikation der nach einer Kopfverletzung häufig auftretenden psychischen und Verhaltensstörungen.

 

«Rechtliche und versicherungstechnische Aspekte»

Dr. med. Urs Widmer, Facharzt für Innere Medizin FMH; Senior Medical Officer, SwissRe

Die Sammelklage ehemaliger National Football League (NFL)-Profis in den USA und die gerichtliche Einigung mit der NFL auf Kompensationszahlungen von bis zu fünf Millionen Dollar an geschädigte Spieler hat die gesellschaftliche Diskussion von Langzeitschäden gestartet. Die Spieler werfen der NFL vor, jahrelang nicht über die Gefahren wiederholter Gehirnerschütterungen aufgeklärt worden zu sein. Der Hollywood-Film "Concussion“ (2015) von Will Smith zeigt den Nigerianischen Gerichtsmediziner Bennet Omalu, wie er als Erster bei der Obduktion von toten Footballprofis in Pittsburgh Chronisch Traumatische Enzephalopathie feststellt. Die Versicherer befürchten die Ausweitung von Haftpflichtforderungen auf weitere Kontakt-Sport Verbände.

 

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Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP)